Lösungsorientierte Beratung

In der Lösungsorientierten Beratung fokussiert man umgehend mögliche Lösungen für das aktuelle Problem, anstatt sich mit dem Ergründen des Problems auseinanderzusetzen.

In der Beratungspraxis werden also nicht die Ursachen der vorgetragenen Probleme, Konflikte, Störungen etc. analysiert, sondern überlegt, wie eine mögliche Lösung oder ein Ziel aussehen könnte. In den nächsten Schritten der lösungsorientierten Beratung werden dann Wege und Strategien zu den Lösungen/Zielen gefunden. So verbindet sich der*die Klient*in Stück für Stück mit Lösungen und tritt aus dem Raum der Probleme in den Raum der Lösungen.

Der Vorteil der Lösungsorientierten Beratung ist, dass der*die Klient*in mehr und mehr seine*ihre Kräfte nutzt und nicht von seinen*ihren Schwierigkeiten und Problemen überwältigt wird.

Der Begriff ‚Lösung‘ ist in der Lösungsorientierten Beratung nicht gleichzusetzen mit Glück oder Erfolg. ‚Lösung‘ im Sinne der Lösungsorientierten Beratung bedeutet ‚Abwesenheit des Problems‘. Das heißt, eine Lösung kann durchaus als hart oder schwer erlebt werden.

Kennzeichen einer Lösung in der Lösungsorientierten Beratung sind:

  • Blockaden lösen sich auf und etwas kommt wieder ins Fließen
  • Lösung ist der Beginn von etwas Neuem und nicht die Verneinung des Problems
  • Die Blickrichtung des*der Klienten*in wendet sich weg vom Problem und hin zur Lösung
  • Die Wahlmöglichkeiten des*der Klienten*in erhöhen sich

Steve de Shazer und Insoo K. Berg, die wegweisenden Erforscher der Lösungsorientierten Beratung, gingen davon aus, dass Ratsuchende allein durch spezifische Gesprächs- und Fragetechniken gestärkt werden können.

Die Grundannahmen des Lösungsorientierten Beratungsmodells sind:

  1. Lösung und Problem sind voneinander unabhängig.
  2. Es ist günstig, wenn der*die Klient*in die Lösung selbstständig findet und entdeckt.
  3. Der*die Klient*in trägt alle Ressourcen in sich, um das Problem zu lösen.

In der Lösungsorientierten Beratung geht es also darum, mit dem*der Klienten*in ein neues Bild von seiner Zukunft zu entwickeln, welches ihm*ihr angenehmer, wünschenswerter und besser erscheint als das bisherige, so dass es sich für ihn*sie lohnt, Neues auszuprobieren.

Quelle: http://www.institut-bildung-coaching.de

%d Bloggern gefällt das: