Wenn sie fallen dann schreien sie! Oder?

Schwupp, schon ist es wieder passiert. Beim laufen, Roller oder Fahrrad fahren ist der Zwerg umgefallen. Augenblicklich fängt es an zu weinen und wir Eltern laufen sofort hin um zu schauen ob auch nichts passiert ist. Kaum beim Kind angekommen wird es in den Arm genommen und getröstet. Wie so oft merken wir dass der Sturz nicht schlimm war. Und wieder stellen wir uns die Frage, weshalb der Zwerg beim kleinsten Wehwehchen anfängt herzzerreißend zu weinen? Dann fühlen wir uns manchmal genervt und ärgern uns, weil wir wieder einmal alles haben stehen und liegen lassen.

Doch warum fühlen wir so?

Weil unsere Kinder als Baby gelernt haben, dass, wenn es weint, wir an seiner Seite sind. Wir sie in einen schützenden Kokon wickeln und auch unseren Urinstinkt, die Schwächeren zu beschützen, nachkommen.

Soweit so gut! Oder nicht?

Das unsere Kinder beim hinfallen weinen ist völlig normal. Der Schreck und ggfs. der kurze Schmerz lässt das Adrenalin ansteigen. Wenn wir sehen wie unser Kind fällt, können wir selber entscheiden ob wir sofort hinrennen oder erst einmal abwarten. Vielleicht habt ihr auch schon einmal mitbekommen, wie euch euer Kind nach einem Sturz anschaut und auf eine Reaktion eurerseits wartet. Lauft ihr sofort zu ihm, wird es mit ziemlicher Sicherheit weinen. Wartet ihr jedoch ab, und gebt den inneren Drang nicht sofort hinzurennen nach, dann werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit kein weinendes Kind haben. Natürlich solltet ihr fragen ob alles okay ist. Meist erhaltet ihr dann auch ein Ja.

Quality Time mit dem Partner – Was läuft gut und schlecht in der Erziehung und Partnerschaft

Kaum schläft der kleine Wurm fängt man an den Haushalt zu machen, dem Wäscheberg Herr zu werden oder die liegengebliebenen Büroarbeiten abzuarbeiten. Egal was es ist, Zeit für sich aber auch mit seinem Partner zu finden ist mit einem Baby kaum möglich. Bewusst gemeinsame Auszeiten zu nehmen kommt den meisten Paaren nicht in den Sinn oder passt nicht in ihren Terminkalender.

Als frischgebackene Eltern müssen wir uns nicht nur neu organisieren und strukturieren, auch als Paar verändert man sich. Manche haben das Gefühl das man mit dem Baby und im Haushalt mehr macht als der andere. Wohingegen der andere Partner, egal ob Frau oder Mann, seine*r Vollzeitbeschäftigung nachgeht. Gereiztheit, Eifersucht (der andere verbringt mehr Zeit mit dem Kind) aber auch Neid (der andere kann einfach, Bspw. zur Arbeit, gehen) können sich in die Gedanken einschleichen.

Die Quality Time ist daher für euch als Paar ungemein wichtig! Wenn ihr über eure Gedanken und Gefühle, wie oben beschrieben, sprecht, kann euch euer*e Partner*in vielleicht besser verstehen und bestimmte Situationen nachvollziehen.

Weshalb Selbstzweifel positiv sind

Spürst auch du in machen Situationen Selbstzweifel? Eine innere Unzufriedenheit und Unsicherheit über das was du getan hast, gerade machst oder machen willst? Du nur das Negative statt das Positive siehst? Glaubst du das deine Mitmenschen dich nicht wertschätzen? Deine Angst etwas Neues zu beginnen dich im Hier und Jetzt festhalten?

Wenn du viele der Fragen mit Ja beantwortet hast, dann bist du ein Zweifler an deiner eigenen Person.

Es gibt viele Ursachen weshalb man an sich zweifelt. Angefangen über traumatische, negative Erfahrungen. Keine Bestärkung deiner Eltern in deinem Tun als Kind. Du vergleichst dich öfters mit anderen und machst dich dadurch selbst klein. Hinterfragst alles und jeden oder fragst andere nach deinem nächsten Schritt, statt einfach loszulegen.

Weshalb aber können Selbstzweifel positiv sein?

  1. Weil du anfängst darüber nachzudenken dein Leben zu ändern.
  2. Du nicht mehr an dir zweifeln möchtest, sondern mit erhobenen Hauptes vor die Tür treten und dein Leben in die Hand nehmen möchtest.
  3. Du dich mehr und mehr auf deine innere Stärke und Fähigkeiten fokussierst.

Sei dir bewusst, dass auf deinen Weg zu deinem neuen Ich dich auch Stolpersteine begleiten werden. Begegnet dir einer, richte deinen Blick auf etwas Positives. Denn dadurch wächst nicht nur dein Selbstbewusstsein sondern du wirst zu dem Menschen der du sein willst.

Kinderlosigkeit und ihre gesellschaftlichen Folgen

Diese Woche erschien in einer, oder auch mehreren Tageszeitungen, der Bericht zu einer Studie („Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“) im Auftrag des Bundesfamilienministerium*.

Kurzum: Kinderlose werden stigmatisiert und abgewertet!

Vor allem Frauen haben das Gefühl von der Gesellschaft, allen voran von anderen Frauen, stigmatisiert zu werden. Oft heißt es schnell, dass die nur an ihre Karriere denkt oder Karrieregeil ist. Doch kaum einer denkt daran, dass ggfs. eine ungewollte Kinderlosigkeit vorliegen könnte. Lieber wird hinter vorgehaltener Hand mit dem Finger auf die Frau, den Mann bzw. dem Paar gezeigt.

Wie traurig!

Natürlich wird auch keiner zu der Frau bzw. dem Mann hingehen und nachfragen weshalb sie keine Kinder haben. Doch darum geht es nicht. Es geht um die Ausgrenzung von anderen, weil sie nicht so sind wie man selbst oder der Durchschnittsmensch ist.

Doch was ist heutzutage schon normal?

Wir müssen damit aufhören mit dem Finger auf andere zu zeigen!

Der Gedanke das sich das Paar von Anfang an gegen Kinder und für die Karriere entschieden hat oder sie vielleicht, damit ist sowohl die Frau als auch der Mann gemeint, keine Kinder bekommen können oder das auch schon einige Sitzungen in einer Kinderwunschklinik absolviert wurden, kann man als Außenstehender nicht wissen.

Auch ich kenne das Gefühl der drohenden Kinderlosigkeit. Das Gefühl auf dem Stuhl beim Arzt in der Kinderwunschklinik zu sitzen und zu hoffen dass es geklappt hat, ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Daher sind meine Gedanken bei den Paaren, die Kinder haben wollen und nicht bekommen können.

An die Frauen, Männer und Diverse die keine Kinder haben wollen, lebt euer Leben so wie ihr es für richtig haltet! Egal ob mit oder ohne Kind.

*https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/schwangerschaft-und-kinderwunsch/ungewollte-kinderlosigkeit

Einschlafbegleitung vom Baby bis zum Schulkind

Verwöhnt man sein Kind wenn man jeden Abend beim einschlafen dabei ist? Wann wird aus der Ungezwungenheit ein Zwang? Wie lange sollte man sein Kind beim einschlafen begleiten? Bin ich egoistisch, wenn ich am Abend meine Zeit in Ruhe genießen und nicht ständig daneben sitze will?

Jedes Elternpaar wird eine andere Meinung zu diesem Thema haben. Die einen lieben es ihr Kind, egal wie alt, beim einschlafen zu begleiten. Andere wiederum reagieren bei diesem Thema genervt . Und dann gibt es die, die ihr Kind auch mal in den Schlaf weinen lassen, da sie mit ihren Nerven am Ende sind und keinen anderen Ausweg sehen.

Eine perfekte einheitliche Lösung gibt es nicht.

Als Baby benötigen unsere Kinder das Gefühl der Geborgenheit beim einschlafen mehr als ein Schulkind. Der Unterschied ist der Bewegungsradius der Eltern. Ein Baby weiß nicht, dass die Küche nebenan ist. Ein Schulkind hingegen schon. Bei den Kleinkindern könnte es ggfs. anders aussehen. Zum einen wissen sie das die Eltern da sind, aber sie können die Abstände zwischen den Wohnräumen noch nicht richtig einschätzen. Doch zu wissen dass die Eltern kommen wenn man schreit bzw. ruft, weckt ein Sicherheitsgefühl. Egal in welchem Alter.

Rituale sind für alle Kinder wichtig. Daher erschafft euch eines Abends beim Zubettgehen. Angefangen vom waschen, Zähneputzen, Pyjama anziehen, Jalousie schließen, Vorlesen oder ein Hörbuch anhören. Beim einschlafen selbst könnt ihr im Zimmer bleiben und/oder geht in das Zimmer nebenan. Habt ihr ein Ebook? Super, dann lest im Kinderzimmer den spannenden Krimi oder Liebesroman. Wichtig dabei ist, dass ihr euch Abends nicht unter Druck setzt weil das dreckige Geschirr, die Steuererklärung oder der Wäschehaufen etc. auf euch wartet.

Unsere Kinder haben feine Antennen und merken wenn wir gestresst sind. Vielleicht wollen sie daher mit uns kuscheln, damit auch wir „runterkommen“. Wie glaubst du?

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