Lockdown, Homeoffice, Homeschooling – Wo soll das noch alles hinführen?

Ich bin die Mama eines Erstklässlers.

Ich mache mir Gedanken über die Pandemie und was sie bei den Jüngsten von uns anrichten wird. Wieder einmal wird Freunde treffen eingeschränkt und jetzt sogar verschärfter. Präsenzpflicht an den Schulen aufgehoben und die Kids zum Homeschooling verdonnert. Der Einzelhandel, Restaurants, Cafés etc. bleibt weiterhin geschlossen.

Und dann hört man in den Nachrichten, dass Eltern zu der privilegierten Gesellschaftsschicht gehören, wenn sie im Homeoffice arbeiten und einen krisensicheren Beruf haben.

Ja, in diesen Zeiten ist dies ein gutes Gefühl. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass auch diese Eltern mit der Zeit an ihre Grenzen stossen. Sie, die für ihren Arbeitgeber und Kollegen*innen telefonisch erreichbar sein sollen und gleichzeitig ihren Kindern beim lernen helfen. Nebenbei den Haushalt organisieren und sich keine Auszeit wie früher nehmen können.

Auch ihr habt Respekt und Anerkennung verdient.

Dennoch bleibt uns nichts anderes übrig als durchzuhalten. Wir unsere Kinder bestmögliche Unterstützung anbieten und gleichzeitig gute Arbeit im Homeoffice abliefern. Natürlich werden wir einer Sache weniger Aufmerksamkeit schenken. Welche das ist, muss jeder für sich entscheiden.

Ich hoffe, dass mein Sohn zum Ende des Schuljahres das gleiche Niveau haben wird wie frühere Erstklässler vor Corona.

Jede*r von uns gibt ihr/sein Bestes. Haltet durch! Das Licht am Ende des Tunnels schimmert schon.

Tschüss 2020 – Hallo 2021

Anfang des Jahres habe ich noch darüber geschrieben, dass wir weniger unterschiedliche Kalender nutzen sollten. Das wir darüber nachdenken müssten welche Termine wirklich wichtig sind. Uns unsere Auszeit nehmen sollten um einmal innezuhalten und zu entspannen.

Und dann kam Freitag der 13. März!

Stillstand.
Ruhe.
Alleinsein.
Abstand halten.
Reisebeschränkungen.
Reflektieren.
Träumen.
Homeoffice.
Homeschooling.
Unbekannte Ängste.
AHA Regeln.
Usw.

Ja, es war ein verrücktes, trauriges und interessantes Jahr gewesen! Jede/r von uns hat das Beste daraus gemacht. Und doch ist es leider noch nicht vorbei.

Die Hoffnung das alles bald besser wird, rückt durch den Impfstoff in greifbare Nähe. Die Diskussionen über Privilegien für Geimpfte finde ich jetzt viel zu früh, da noch nicht jede/r die Chance hatte zum impfen.

Auch 2021 bleibt in Sachen Corona weiterhin spannend und herausfordernd.

Danken wir den systemrelevanten Frauen und Männern. Ohne euch würde so einiges in Deutschland nicht mehr funktionieren.

Meine Träume und Wünsche für 2021: Gesundheit, meine Freunde treffen und umarmen, das mein Sohn weiterhin durchgängig zur Schule kann, Urlaub außerhalb von Deutschland und das es weniger Tote durch Corona gibt.

Kommt alle gut in 2021!
Bleibt gesund!

Euch allen frohe Weihnachten

Den heutigen Beitrag möchte ich dazu nutzen euch und eurer Familie ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Dass ihr diese Tage in kleiner Runde feiert und euch, die sonst größer feiern, dies dennoch genießt.

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Die schönste Zeit des Jahres – Wenn Altes geht und Neues entsteht

Mit Traditionen ist es so eine Sache. Man möchte als Eltern ganz neue und eigene Bräuche entwickeln. Gleichzeitig möchte man auch an Altbewährtem festhalten. Gerade in der Weihnachtszeit hat jeder bestimmte Vorstellungen. Sind es die frischgebackenen Eltern die ihr erstes Weihnachtsfest am Heiligabend als Familie alleine verbringen möchten. Die Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder besuchen und sich gleichzeitig darüber freuen kein 3-Gänge-Menü zaubern zu müssen.

Doch was ist, wenn man all dies nicht mehr haben möchte? Die Tradition der letzten Weihnachten einem nicht mehr zusagt und sich häufig, je näher Weihnachten kam, eine schlechte Stimmung einschlich? Man als junge Familie seine eigene Tradition entwickeln möchte? Jedoch das Gefühl hat den Eltern und Schwiegereltern verpflichtet zu sein. Und wieder seine eigenen Träume und Wünsche nicht erfüllt hat.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht leicht sein wird seinen Traum von einer eigenen Weihnachtstradition zu erfüllen. Seit vielen Jahren gefallen mir die Weihnachtsfeste nicht mehr. Die Gründe hierzu sind sehr vielfältig. Doch im letztem Jahr haben wir Heiligabend daheim gefeiert. Es war wie ich es mir immer vorgestellt habe. Wir haben Nachmittags einen Weihnachtszirkus besucht. Danach gemeinsam gekocht und die Bescherung durch ein Spiel hinausgezögert. Himmlisch!

Doch dieses Jahr wird ganz anders werden. Corona verbietet einen Besuch bei der Verwandtschaft. Egal was die Politik beschlossen hat. Einige werden erleben wie es sein wird keine Oma, Opa, Tante, Onkel etc. zu sehen. Einige freuen sich darauf keine kurzen wie langen Touren machen zu müssen, weil man sich die letzten Jahre nicht mehr darauf gefreut hat.

Im Umkehrschluss heißt dies, dass wir endlich das bekommen was wir uns seit Jahren herbeisehnen. Uns ohne schlechtes Gewissen aus der Affäre ziehen können. Eine neue Tradition, so wie wir es schon immer haben wollten, entstehen lassen können. Hört sich in meinen Ohren gut an.

Einige haben vielleicht einen Vorwand benötigt. Das Corona nicht der tollste Vorwand ist, ist verständlich. Wenn nicht jetzt wann dann eine neue Tradition entstehen lassen? Ein schlechtes Gewissen braucht ihr nicht haben. Denn dieses Jahr ist Abstand halten eine Form von Liebe.


Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
George Bernard Shaw

Time to say goodbye – Akzeptanz lernen

Es gibt Frauen und Männer die bestimmte Dinge nicht loslassen wollen oder können. Es ihnen schwer fällt Situationen, die sie nicht kontrollieren können, anzunehmen. Es ein Gefühl von Sicherheit gibt, wenn man Dinge selbst ändern kann sowie die Kontrolle darüber besitzt.

Im Leben werden wir oft unangenehmen Situationen begegnen. Negative Gefühle und Gedanken begleiten uns durch den Tag. Eine ruhige Nacht zu haben scheint aussichtslos. Die Zeit und Kraft die wir aufbringen um gegen solche Situationen anzukämpfen, raubt uns jegliche Energie. Wäre es daher nicht sinnvoller in Dinge zu investieren die uns persönlich weiterbringen?

Was bedeutet Akzeptanz? Einfach gesagt, Akzeptanz ist die Bereitschaft, etwas zu akzeptieren was man nicht ändern kann. Die Akzeptanz als Resilienzfaktor* hilft uns also dabei, Krisen zu bewältigen und gleichzeitig neue Lösungen zu finden.

Doch wie geht das?

  1. Sich selbst besser kennenzulernen um dann zu unterscheiden in welchen Situationen Akzeptanz sinnvoll ist und in welchen nicht, ist der erste wichtige Schritt. (Selbstreflektion)
  2. Gibt es Situationen welche ich ändern kann, dann mach es.
  3. Zeit und Kraft in Situationen zu investieren die wir nicht zu 100% kontrollieren können, kann Stress verursachen. Überlege daher gut, ob es sich lohnt!
  4. Gibt es keinen Handlungsspielraum akzeptiere dies und verschwende nicht deine Kraft.

Akzeptanz lernen und das Aufgeben unserer innerer Ablehnung, hilft uns den eigene Stress zu reduzieren und unser Wohlbefinden zu stärken.

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Friedrich Christoph Oetinger

*Quelle: Resilienzfaktoren: Diese geben Kraft in der Krise (karrierebibel.de)

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