Time to say goodbye – Akzeptanz lernen

Es gibt Frauen und Männer die bestimmte Dinge nicht loslassen wollen oder können. Es ihnen schwer fällt Situationen, die sie nicht kontrollieren können, anzunehmen. Es ein Gefühl von Sicherheit gibt, wenn man Dinge selbst ändern kann sowie die Kontrolle darüber besitzt.

Im Leben werden wir oft unangenehmen Situationen begegnen. Negative Gefühle und Gedanken begleiten uns durch den Tag. Eine ruhige Nacht zu haben scheint aussichtslos. Die Zeit und Kraft die wir aufbringen um gegen solche Situationen anzukämpfen, raubt uns jegliche Energie. Wäre es daher nicht sinnvoller in Dinge zu investieren die uns persönlich weiterbringen?

Was bedeutet Akzeptanz? Einfach gesagt, Akzeptanz ist die Bereitschaft, etwas zu akzeptieren was man nicht ändern kann. Die Akzeptanz als Resilienzfaktor* hilft uns also dabei, Krisen zu bewältigen und gleichzeitig neue Lösungen zu finden.

Doch wie geht das?

  1. Sich selbst besser kennenzulernen um dann zu unterscheiden in welchen Situationen Akzeptanz sinnvoll ist und in welchen nicht, ist der erste wichtige Schritt. (Selbstreflektion)
  2. Gibt es Situationen welche ich ändern kann, dann mach es.
  3. Zeit und Kraft in Situationen zu investieren die wir nicht zu 100% kontrollieren können, kann Stress verursachen. Überlege daher gut, ob es sich lohnt!
  4. Gibt es keinen Handlungsspielraum akzeptiere dies und verschwende nicht deine Kraft.

Akzeptanz lernen und das Aufgeben unserer innerer Ablehnung, hilft uns den eigene Stress zu reduzieren und unser Wohlbefinden zu stärken.

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Friedrich Christoph Oetinger

*Quelle: Resilienzfaktoren: Diese geben Kraft in der Krise (karrierebibel.de)

Dankbar sein – Ein Hoch auf das Leben

An jedem Tag gibt es etwas was gut, schlecht aber auch fantastisch ist. Die Frage ist nur, ob wir uns auch noch am Abend daran erinnern? Woran erkennt man was gut und was schlecht war? Wie kann ich dieses positive Gefühl beibehalten? Was kann ich machen bei einem negativen Erlebnis?

Viele von euch haben in ihrer Kindheit Tagebuch geschrieben. Irgendwann, weil man größer wurde und sowas für Kinder ist, hat man damit aufgehört. Ich selbst habe dies auch getan. Doch Mitte der Zwanziger habe ich wieder damit angefangen. Einige Jahre habe ich fast jeden Tag in einen Jahreskalender geschrieben. Das Geschriebene war sehr vielfältig. Meist ging es um Gefühle, Gedanken, positives wie negatives. Es ist eine wunderbare Erinnerung. Gleichzeitig zeigt sie mir auch, wie ich war und nicht mehr sein möchte. Es lässt mich lachen und gleichzeitig traurig werden. Es zeigt mir, was ich erreicht habe und wohin ich nie wieder gehen möchte. Welche Menschen meinen Lebensweg begleitet haben und welche ich, manchmal auch freiwillig, habe ziehen lassen.

Heute gibt es verschiedene Apps. Hier kann man eintragen was einem am Tag widerfährt. Ich persönlich mag die Jahreskalender. Diese kann man sich im hohem Alter raussuchen, durchlesen und in Erinnerungen schwelgen.

Doch egal für welche Alternative ihr euch entscheidet, die Reflektion beim schreiben ist enorm. Ihr merkt, ob eure Reaktion in einer bestimmten Situation gut oder schlecht war. Man dankbar ist, welchen Weg man für sein Leben gewählt hat. Oder welchen Weg man nicht mehr gehen möchte.

Dankbarkeit bringt Sinn in unsere Vergangenheit, Frieden in unsere Gegenwart und Perspektive in unsere Zukunft.

Melody Beattie

Bin ich eigentlich noch schön?

Ja, verdammt nochmal!

Du willst etwas ändern? Dann mach es!

Du willst etwas ändern, weil Andere dich gerne so sehen würden? Dann lass es!

Die Gesellschaft hat uns eingeredet, wir sollten unser Leben lang wie ein 18-jähriges Model aussehen. Aber ich denke, ich kann genauso gut auch das sein, was ich bin.

Clint Eastwood

Niemand ist perfekt! Oder doch?

Ist das Streben nach Perfektionismus in unserer Kindheit verankert? Wie verändert es unsere Persönlichkeit die wir mit der Zeit aufbauen? Weshalb wollen wir perfekt sein und Mehr erreichen? Mehr Geld verdienen? Mehr Anerkennung, mehr Wertschätzung erhalten? Was macht es mit uns wenn wir dies nicht bekommen? Was passiert wenn unsere Ziele, Wünsche und Träume erfüllt sind? Werden wir uns mit dem Erreichten zufrieden geben und unser Perfektionismus befriedigt sein?

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gab es einen Artikel zu Perfektionisten die gefangen sind in ihren Erwartungen und den der Anderen. Hier wurden Personen vorgestellt, die es allem und jeden recht machen wollten und das Wesentliche vergessen haben. Die Unfähigkeit inne zu halten. Einfach mal nichts machen. Sich mit ihrem Leben auseinander zu setzen und sehen was sie erreicht haben. Doch am spannendsten war die Ursache:

Unter Wissenschaftlern besteht kein Zweifel, dass die Eltern oder eine andere Bezugsperson sehr hohe Ansprüche an das Kind gestellt haben. Das Kind sollte als Erwachsener ein Perfektionist sein. Auch gibt es Eltern und/oder Bezugspersonen die dem Kind keine Wertschätzung entgegenbrachten oder diese nur an eine Leistung etc. gekoppelt wurde.

Ich fragte mich, ob ich als Kind wertgeschätzt und zum Perfektionist erzogen wurde. Wenn ja, wie sah dies aus und war dies an eine Leistung gekoppelt? Die Reflexion die bei mir nach dem lesen des Artikels einsetzte, war enorm. Ich habe mich an einigen Stellen wiedererkannt. Bspw. das man mir mehr Arbeit übertrug, weil man wusste das ich es gut mache. Das mein Perfektionismus früher viel Raum eingenommen hat und ich vergaß Dinge zu anzunehmen, das Alleinsein genießen oder einfach mal nichts zu machen.

Ja, ich möchte perfekt sein! Heute weiß ich, dass dies nicht möglich sein kann. Fehler werden gemacht und aus diesen lernt man. Unsere Kindheit und die Glaubenssätze die uns unsere Eltern aufgezeigt haben, haben einen enorm großen Einfluss auf unsere Zukunft. Einige wenige, aber auch viele davon, sind absurd und hindern uns als Erwachsener daran über uns hinauszuwachsen. Erst wenn man dies erkannt hat, ist man frei nach seinen ganz eigenen Glaubenssätzen zu leben. Dies wird nicht jedem gefallen. Doch:

So what!

„Nach den Sternen greifen“

Diese Aussage hat für jeden eine andere Bedeutung. Sei es dass man über sich hinauswachsen will. Seine Träume verwirklichen möchte. Unmögliches möglich macht. Oder es anderen beweisen wird. Egal welche Bedeutung es für dich hat, wichtig ist, dass du ein Ziel/einen Traum hast.

Doch auch hier gilt => Stelle dir zuerst folgende Fragen:

  • Was will ich auf Arbeit und/oder im Privaten erreichen?
  • Wie schaffe ich es dies umzusetzen?
  • Wird ein anderer Teil in meinem Leben durch dieses Ziel vernachlässigt oder gar nicht mehr ausgeübt?
  • Welche Vorteile habe ich und meine Familie?
  • Für wen mache ich das? Für mich oder für die Anderen?
  • usw.

Fragen über Fragen! Doch ohne vorherige Fragen wirst du nicht herausfinden wie du dein Ziel erreichen kannst. Daher denke lange darüber nach!

Achtung: Bei der Beantwortung solltest du eines nicht vergessen:

DICH.

Du solltest, falsch, musst deine Bedürfnisse und Wünsche an erster Stelle stellen. Erst dadurch kannst du die Auswirkungen auch auf dein Umfeld erkennen.

Ich habe dies in den letzten Wochen getan. Habe viel über meine Wünsche, Träume, Ziele und über die Vergangenheit nachgedacht. Habe das Für und Wider abgewägt. Hatte gute und schlechte Ergebnisse erhalten. Und doch habe ich eines nicht vergessen! Mich und meine Bedürfnisse.

Wenn du träumst, dann träume dich bis zum Mond. Denn selbst, wenn du ihn verfehlst, bist du immer noch bei den Sternen.

Unbekannter Autor
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