Ansprüche an eine Mama und an sich selbst

Heutzutage ist es als Mama schwierig es der Gesellschaft recht zu machen. Auf der einen Seite sollst du für dein Kind da sein, ihn in die Arme nehmen und vor dem Schlechten in der Welt beschützen. Auf der anderen Seite soll man sich nicht zu sehr an sein Kind klammern, arbeiten gehen und nicht nur zu Hause „rumsitzen“. Man soll sich nicht gehen lassen, dem Mann/Ehemann ein schickes Heim geben, an alles und jeden denken, wenn Bspw. ein Geburtstag etc. ansteht und zu guter Letzt auch im Beruf Karriere machen.

Ganz schön viele Ansprüche, die keine erfüllen kann und muss!

In dieser Woche habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, dass Kinderlose Frauen mehr Geld verdienen als Mütter. Wow, dazu fehlten mir die Worte. Mir war nicht bewusst, dass man dazu einen Artikel verfassen muss, damit die Gesellschaft davon erfährt! *Sarkasmus*

Ihr Mamas müsst euch selbst die Fragen stellen:

– Wo will ich hin?

– Was mache ich, wenn mein*e Kind*er ein Alter erreicht haben, wo es mich nicht mehr so häufig braucht?

– Reicht mir meine derzeitige berufliche Situation oder soll ich jetzt schon in kleinen Schritten meine Karriere voranbringen?

– Möchte ich eigentlich Karriere machen oder sehe ich mich Bspw. in einem Ehrenamt?

Egal wo dein Weg dich hinführt, du dich für eine oder mehrere Sachen entscheidest =>

Es ist dein Leben und du entscheidest was dich glücklich macht!

Orte der Ruhe suchen und finden

Ruhe suchen und finden ist in der heutigen Zeit schwer. Täglich werden wir mit neuen Informationen überflutet und wissen nicht mehr wo uns der Kopf steht. Unsere Kindergartenkinder, die wir bis dato zu Hause betreuen, verlangen neben dem Homeoffice unsere volle Aufmerksamkeit. Auch Homeschooling ist nicht mal nebenbei zu erledigen.

In vielen Teilen Deutschlands wurde die Betreuung für die Kleinsten wieder hochgefahren. Seit ein paar Tagen können auch alle Kinder wieder in die Schule. Natürlich nur in kleinen Gruppen und aufgeteilt in Präsenzunterricht und Homeschooling.

Jetzt, wo vermehrt freie Zeit da ist, können wir wieder wie vor Corona unser Leben gestalten. Können einkaufen gehen, mit Freunden*innen treffen oder auch zu Hause alles aufarbeiten, was in den letzten Monaten liegengeblieben ist. Doch wieso?

Wieso nicht die Zeit nutzen, um sich Ruhe zu gönnen?

Wieso, nach den anstrengenden Monaten der Doppelbelastung, nicht einfach mal runterkommen?

Wieso ein eventuelles gesundheitliches Risiko eingehen, in dem man shoppen geht?

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass das Runterkommen auf einmal schwer sein kann. Wenn mein Sohn für einige Stunden seine Freunde besucht, verspüre ich eine innere Unruhe und habe das Gefühl etwas im Haushalt machen zu müssen. Die freie Zeit vor Corona konnte ich intensiver nutzen, um meine innere Ruhe zu aktivieren. Da mir dies aufgefallen ist, habe ich darüber nachgedacht, was mich die letzten Monate glücklich gemacht hat und wenn es nur für ein paar Minuten waren. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mehrmals am Tag meinen kleinen Garten besucht habe, um mich an den vielen blühenden Pflanzen zu erfreuen. Dieses Ritual begehe ich mit voller Aufmerksamkeit.

Was hast dich die letzten Wochen deine innere Ruhe finden lassen?

Wo konntest du, wenn auch für kurze Zeit, Kraft schöpfen?

Gar nichts tun, das ist die aller schwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt

Oscar Wilde

Respekt und Desinteresse durch die Familie

Seit einigen Jahren merke ich zunehmend, dass innerhalb von Familien der Respekt einander verloren geht. Das die Familienfeste zu einem Zwang werden, statt zu einem tollen Erlebnis wo sich alle wiedersehen.

Neben den Erzählungen von Bekannten*innen, kommt auch meine Familie in den Genuss von Desinteresse. Manchmal allerdings empfinde ich Situationen mir gegenüber als respektlos und sind es doch meist die Geschwister und deren Partner*innen, die in meinen Augen ein Fehlverhalten an den Tag legen.

Auf Grund dieser Erfahrungen und durch meine eigene Achtsamkeit, habe ich vieles was meine Familie und die meines Partners angeht hinterfragt.

Bei Familientreffen habe ich festgestellt, dass beide Geschwisterseiten kein Interesse an meiner kleinen Familie haben. Es traurig festzustellen ist, dass keine Fragen zu unserem Leben kommen. Bspw.: Wie geht es euch? Wie schafft ihr es in der derzeitigen Situation KiTa, Arbeit, Betreuung unter einem Hut zubekommen? Wie geht unser Sohn mit der Situation um? Hat sich sein Verhalten geändert? etc. Aber diese fehlenden Fragen sind nicht alles. Manchmal sind es auch andere Situationen die einen innerlich aufwühlen lassen.

Durch dieses Gefühl und die Erfahrungen habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  • Muss ich Familienfeste besuchen, wenn ich ein unangenehmes Gefühl mit mir rumtrage und mich ggfs. nach den Treffen über die Familie ärger?
  • Möchte ich weiterhin Geschenke für die Familie meines Partners organisieren?
  • Lohnt es sich auf das offensichtliche Fehlverhalten anzusprechen?
  • usw.

Ich selbst achte auf zwischenmenschliche Fragen. Ob deshalb Interesse an der anderen Seite vorhanden ist, ist eine andere Sache. Doch ist es Respekt den ich den anderen entgegenbringe.

Viele empfinden Familientreffen als Zwang und möchten diese am liebsten absagen. Du musst deinen eigenen Weg finden, der für dich stimmig ist. Würde Interesse an dir bestehen, würdest du es merken, sehen und hören.

Der Versuch mit einer anderen Person etwas positiv zu klären scheitert leider oft am Gegenüber – meist an dessen fehlendem Interesse.

Klaus Seibold

Die Schattenseiten des Lockdown

Was waren es für Zeiten, wo jede*r durch Corona quasi zum Stillstand gezwungen wurde. Wir konnten über unser altes Leben nachdenken. Haben positive und negative Aspekte gefunden und wussten, was wir nach Corona ändern wollen.

Wir alle waren frohen Mutes in ein neues Leben zu starten!

Doch der Aufbruch in das neue Leben, ohne Stress und mehr Blick auf seine Work-Life-Balance, hat auch Schattenseiten mit sich gebracht.

Wo man vorher unbeschwert auf andere zugegangen ist, ein Lächeln auf den Lippen hatte oder bei anderen sehen konnte, die Hilfsbereitschaft zu Anfang von Corona, dies alles verschwindet. Zum Teil liegt es an dem Abstandsgebot, durch die Mund-Nasen-Bedeckung (M-N-B) und der Frust, welcher seit einiger Zeit spürbar ist.

Auch ich merke, dass ich, als extrovertierter Mensch, nicht mehr unbeschwert auf andere zugehen kann und will. Mein Lächeln durch die M-N-B kaum noch sichtbar ist und mehr und mehr schwindet.

Da ich dies frühzeitig erkannt habe, kann ich rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Denn ich will nicht gefrustet sein und gerne Attraktionen mit meiner Familie (Bspw. Zoo, Freizeitpark etc.) besuchen. Ohne Angst Fremden gegenüberstehen und neue Situationen unbeschwert annehmen.

Frauen und das liebe Geld

In jungen Jahren denkt kaum eine von uns an ihre Rente. Das Geld was in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird, wird schon reichen.

Doch weit gefehlt!

Die Rentenlücke (Differenz zw. dem letzten Nettogehalt und der Monatsrente) und der Demografische Wandel (weniger junge Menschen finanzieren mehr Rentner) lassen das Rentenniveau sinken.

Was also tun?

Sollen wir Frauen trotz Baby und Kleinkind Vollzeit arbeiten gehen? Sollen wir mehr sparen, wo doch Ende Januar 2020 unser Erspartes 1,7% weniger wert war als Ende Januar 2019 (Quelle: ma vie Ausgabe 03 Mai/Juni 2020)?

Es ist eine Zwickmühle! Zum einen wollen wir unsere Kinder aufwachsen sehen und ihre täglichen Fortschritte miterleben und zum anderen wollen wir als Rentner nicht in Armut leben.

Daher fange heute damit an dir eine Tabelle über deine Ein- & Ausgaben anzulegen. Schreibe auch auf was du spontan beim Bäcker oder für deinen Coffee to go ausgibst. Diese Übersicht hilft dir dabei nachzuvollziehen, wo dein Geld ist. Auch siehst du, ob du dieses oder jenes noch brauchst. Wo kann man ggfs. sparen. Der Überschuss der bleibt, ist das Geld, dass du sparen kannst.

Wichtig dabei ist, dass man von dem Überschuss einen Notgroschen hat. Ein Single braucht natürlich weniger als eine Großfamilie. Daher achte darauf, dass es zu dir und deinem Leben passt.

Und was mit dem anderen Teil des Überschusses machen? Zuerst sollte man Schulden abbauen und dann ggfs. investieren. Lass dich hierbei beraten.

Merke dir eines: Frauen die sparen sind nicht nur clever sondern auch sexy.