Respekt und Desinteresse durch die Familie

Seit einigen Jahren merke ich zunehmend, dass innerhalb von Familien der Respekt einander verloren geht. Das die Familienfeste zu einem Zwang werden, statt zu einem tollen Erlebnis wo sich alle wiedersehen.

Neben den Erzählungen von Bekannten*innen, kommt auch meine Familie in den Genuss von Desinteresse. Manchmal allerdings empfinde ich Situationen mir gegenüber als respektlos und sind es doch meist die Geschwister und deren Partner*innen, die in meinen Augen ein Fehlverhalten an den Tag legen.

Auf Grund dieser Erfahrungen und durch meine eigene Achtsamkeit, habe ich vieles was meine Familie und die meines Partners angeht hinterfragt.

Bei Familientreffen habe ich festgestellt, dass beide Geschwisterseiten kein Interesse an meiner kleinen Familie haben. Es traurig festzustellen ist, dass keine Fragen zu unserem Leben kommen. Bspw.: Wie geht es euch? Wie schafft ihr es in der derzeitigen Situation KiTa, Arbeit, Betreuung unter einem Hut zubekommen? Wie geht unser Sohn mit der Situation um? Hat sich sein Verhalten geändert? etc. Aber diese fehlenden Fragen sind nicht alles. Manchmal sind es auch andere Situationen die einen innerlich aufwühlen lassen.

Durch dieses Gefühl und die Erfahrungen habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  • Muss ich Familienfeste besuchen, wenn ich ein unangenehmes Gefühl mit mir rumtrage und mich ggfs. nach den Treffen über die Familie ärger?
  • Möchte ich weiterhin Geschenke für die Familie meines Partners organisieren?
  • Lohnt es sich auf das offensichtliche Fehlverhalten anzusprechen?
  • usw.

Ich selbst achte auf zwischenmenschliche Fragen. Ob deshalb Interesse an der anderen Seite vorhanden ist, ist eine andere Sache. Doch ist es Respekt den ich den anderen entgegenbringe.

Viele empfinden Familientreffen als Zwang und möchten diese am liebsten absagen. Du musst deinen eigenen Weg finden, der für dich stimmig ist. Würde Interesse an dir bestehen, würdest du es merken, sehen und hören.

Der Versuch mit einer anderen Person etwas positiv zu klären scheitert leider oft am Gegenüber – meist an dessen fehlendem Interesse.

Klaus Seibold

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