Zeitpuffer schaffen – Aber wie?

Bei vielen Gesprächen mit Mamas, geht es häufig um das Thema Zeit und wie sie sich nehmen. Dabei ging es nicht immer darum, mehr Zeit für sich allein zu haben, sondern darum, sich Zeit zu nehmen für Dinge, die erledigt werden müssen wie Bspw. Geburtstage vorbereiten, Haushalt erledigen, zum Sport gehen etc.

Sehr viele haben erzählt, dass die Aufteilung innerhalb der Beziehung und vor dem Elternsein, „gerechter“ war. Doch seit man Mama geworden ist, scheint die Flut von alltäglichen Aufgaben nicht mehr abzureißen und sie fühlen sich vom Mann allein gelassen. Dann fallen meist Sätze wie „Ich kümmere mich hier um alles und du bist nur arbeiten.“

Dazu muss man wissen, dass das erste Jahr die sog. Nur-die-Mama-Phase ist. Erst danach fangen die Kleinen an, die Welt für sich zu entdecken. Das auch in dieser zweiten Phase die Kleinen zu ihren Mamas zurückkommen, liegt u.a. daran, dass sie instinktiv wissen, bei Mama bin ich in Sicherheit. In dieser Zeit kann es passieren, dass die Papas auf diese Bindung eifersüchtig werden. Die Mamas hingegen hofften, dass sie nach dem ersten Jahr mehr Zeit für die Dinge haben, die sie machen wollten und merken, dass die Zeit dennoch rar ist. Folglich werden sie zunehmend unzufriedener, wenn ihr Kind „wieder“ zu ihnen ankommt, statt sich vom Papa trösten zu lassen.

Was also ändern?

Zunächst aufhören Sätze zu sagen wie „Ich mach das schon, er will ja eh nicht zu dir“. Das verletzt den anderen Elternteil und ändert nichts an dem Problem.

Der zweite wichtige Aspekt in der Elternschaft: reden, reden, reden.

Indem man sich zusammen hinsetzt, nimmt man sich die Zeit und hört dem Anderen zu. Ja, es gibt Männer, die können nicht über Gefühle etc. reden. Dann redet nur die Frau. Den Fehler zu machen und bei dieser Ausgabe eines Mannes nicht zu reden, führt auf lange Sicht zu noch mehr Unzufriedenheit bei der Frau.

Zeitpuffer schafft man u.a. auch, wenn jeder eine Aufgabe hat. Hier einige Beispiele:

  • Wer übernimmt welche Aufgaben bei der Hausarbeit und wann sollen diese gemacht werden?
  • Muss man zum Wocheneinkauf zusammen gehen?
  • Wer bringt die Kinder wann ins Bett? Das beinhaltet waschen, anziehen, vorlesen und wenn das Kind/die Kinder schreit/-en oder quengelt/-n, kümmert sich auch nur der eine Elternteil. Vorsicht: Wenn der Papa mit dieser Aufgabe dran ist, muss sich die Mama zurückhalten! Erst wenn der Papa ankommt und nach Hilfe fragt, darf die Mama eingreifen.

Merke: Papa und Mama haben ein Recht auf Zeitpuffer! Nur muss dies untereinander kommuniziert werden.

Bildquelle: pixabay / geralt

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