Neues Vertrauen aufbauen

Unsere Kinder vertrauen uns von der ersten Minute. Sie wissen das wir sie beschützen und alles für sie tun würden. Als Eltern werden wir diesen Urinstinkt nicht enttäuschen und setzen alles daran, dass sich unsere Kinder bei uns fallen lassen können.

Egal wie ihr Tag gewesen ist.

Doch dann kommt der Tag, an dem auch wir uns fallen lassen.

Wir mit schlechter Laune nach Hause kommen und uns daheim alles gegen den Strich geht.

Wir nachts nicht schlafen können, weil der Mann neben dir zum widerholten Male schnarcht oder dein Kind mitten in der Nacht anfängt zu jammern.

Auf einmal sehen wir rot.

Es fühlt sich wie ein donnernder Zug an. Du wusstest das er in dir seine Kreise dreht und nur auf den Tag gewartet hat, um auszubrechen.

Und heute ist dieser Tag, diese Nacht. Er rast mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an die Oberfläche und ist nicht mehr aufzuhalten.

Ja, wir fangen an unseren Mann und unser Kind anzuschreien. Wirbeln wie ein Orkan durch die Wohnung, schmeißen alles um uns herum und im schlimmsten Fall geht etwas zu Bruch.

Wenn du glaubst, dass ich dir jetzt den Tipp gebe in solch einer Situation tief ein- und auszuatmen, der irrt.  

Denn solch ein Zug, der schon lange darauf gewartet hat an die Oberfläche zu kommen, der ist nicht aufzuhalten. Egal was deine innere Stimme dir rät. Egal wie tief du ein- und ausatmest.

Spürst du diesen Zug schon?

Merkst du das dir jetzt schon vieles gegen den Strich geht?

Das Gefühl hast, alles allein machen zu müssen?

Wenn du nur eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann überlege jetzt schon was dich an deiner Situation stört.

Hast du das Gefühl, das dein Mann dich allein lässt? Das du alles allein managest? Dein/e Kind/er und dein Mann an erster Stelle stehen, obwohl auch du eine kurze Auszeit brauchst?

Ich war in dieser Situation. Ich habe meine beiden Männer an erster Stelle gestellt. Habe meinem Mann den Rücken freigehalten, da er eine körperlich anstrengende Arbeit hat. Habe ihm die Freiräume gegeben, die er nach der Arbeit und am Wochenende zur Entspannung benötigt.

Allerdings hatte ich auch nicht das Vertrauen in ihn als Papa. Wie er unseren Sohn als Baby korrekt halten soll. Wie er ihn anziehen und wickeln soll usw. usf. Die Liste war endlos. :-/

Ich hätte als Mama nicht gedacht, dass ich zu ihm als Papa neues Vertrauen lernen muss. Das ich auch ihm die Zügel überlassen kann. Ich nicht alleinerziehend bin und ich lernen musste, ihm meine Wünsche die ich als Frau und Mama habe mitzuteilen.

Hast du erkannt, wo genau dein Problem liegt, kannst du mit solchen Situationen bewusster umgehen.

Wenn du aber nicht weißt, wie dies geht, kommst du zu mir. Ich zeige es dir, und dann weißt auch du, wie du gegen deinen inneren Zug vorgehst.  

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